„Wir wollen ein neues Verkehrskonzept für Fürth-Süd und für St. Johannis erstellen!“ So lautet das große Ziel, das gleich bei unserem ersten Projekt-Treffen, dem Kick-Off Anfang November, formuliert wurde.
Was das soll?

Überleg mal!

Stell dir vor, wie es wäre, wenn in deinem Stadtviertel nur noch ein Bruchteil der heute vorkommenden Autos unterwegs wäre… Atme die Luft! Lausche der Ruhe! Das lauteste ist vielleicht noch die Straßenbahn, die für einen kleinen Obulus jeden durch die Stadt fährt. Wo früher Autos parkten, werfen Bäume ihre kühlenden Schatten – im Sommer heizt sich die Innenstadt längst nicht mehr so auf wie früher. Und überall stehen jetzt Liegestühle in der Sonne und laden zum Chillen ein. Gemütliche Sitzgruppen bringen Nachbar*innen zusammen. Kinder spielen auf der Straße. Man trifft sich beim Gießen der Gemüsekisten, die vor den Häusern stehen, tauscht Rezepte aus. Auf dem Heimweg von der Arbeit radelt man entspannt noch kurz beim Stadtviertelgarten vorbei. Vielleicht sind die Auberginen schon reif.

Braucht man doch mal ein Auto: Carsharing macht möglich, dass man immer genau den Autotyp mieten kann, den man gerade braucht. Für Transporte stehen außerdem Lastenräder kostenfrei für alle zur Verfügung, die mal größeres von A nach B transportieren wollen.

Wir wollen ein neues Verkehrskonzept – weil wir ein gutes Leben wollen! Und zwar jetzt und nicht erst irgendwann!

Natürlich heißt es jetzt: Das ganz große Vorhaben in viele kleine Vorhaben zu zerlegen und sie Schritt für Schritt in Angriff zu nehmen.

Klar ist: Wir haben zu viele Autos! Das muss sich ändern.

Und die Autos nehmen viel zu viel Raum in der Stadt ein, der auch für anderes sinnvoller und schöner genutzt werden könnte. Hier ergeben sich gleich viele Synergien zu anderen Ideen, Projektgruppen und Aktionen: Essbare Stadt, Mehr Grün in der Stadt, Gemeinschaftsorte, Straßen als Orte der Begegnung, Spielplätze, bessere Luft und so weiter!

Mit dem Ziel, das Verkehrskonzept in unserem Stadtviertel zu verändern, schlagen wir gleich mehrere SDGs mit einer Klappe!

SDG 1 Unterstützung bei Armut und SDG 2 weniger Hunger – Durch den gewonnenen Platz können wir für alle kostenfreie gesunde Lebensmittel anbauen.

SDG 3 Gesundheit und Wohlergehen durch bessere Luft, weniger Lärm, mehr Bewegung und mehr Grün.

SDG 8 Wachstum in Wirtschaftsbereichen, die uns ein Leben in den planetaren Grenzen ermöglichen.

SDG 9 nachhaltige Infrastruktur und SDG 11 Nachhaltige Stadt durch die Verringerung  der Emmissionen, und damit sind wir bei SDG 13 Klimaschutz – weniger Treibhausgasmmissionen.

Weniger Autos bedeutet auch, mehr Platz für anderes, zum Beispiel Pflanzen – SDG 15 Mehr Artenvielfalt in der Stadt!

Mit dieser Maßnahme unterstützen wir die Umsetzung folgender nachhaltiger Entwicklungsziele: